UWG fordert Bahnhof für Lehre 

In Lehrscher Gemeinderat ist die Fraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft zwar klein, gerade einmal drei Ratsmitglieder sind hier Zuhaus, aber keineswegs kleinlaut. Ob Leerrohr-Kataster oder Öffentlicher Nahverkehr, Fraktionsvorsitzender Michael Fitzke „mischt“ kräftig mit. Nicht gegen die anderen Fraktionen und Ratsmitglieder, sondern für das Wohl der Gemeinde.

Jüngste Forderung der kleinen Fraktion ist ein „großes Ding“ – einen Bahnhof für die Gemeinde in Lehre. Michael Fitzke: „Vernetzte Mobilität ist eine große Chance für uns. Warum nicht mit dem Fahrrad zum gemeinsamen Bahnhof? Dieser könnte im Ausbau der Weddeler Schleife im Zentrum der Gemeinde entstehen. Dann können wir umweltschonend und bequem zu den Arbeitsplätzen in Braunschweig und Wolfsburg gelangen.“ Und dort aus ginge es sogar per ICE weiter.

„Klare Kante“ auch beim Thema Internet. Es könne doch nicht sein, dass die Haushalte in Groß Brunsrode nur zusehen dürfen statt dabeizu sein, wenn es darum geht, auf dem Datenhighway unterwegs zu sein, so Gemeinderat Marc Böhles, der seit fünf Jahren „unabhängig“ mitmischt.

Und an Wohnraum fehle es auch, wirft der Dritte im Bunde, Dirk Pick, noch ein.

Das ist Lokalpolitik par excellence. Nicht nur am Machbaren orientiert, sondern auch einmal visionär gedacht. Darin sieht die UWG eine Abgrenzung zu anderen. Wohl wissend, dass nicht alles, was als Idee auf den Tisch kommt, auch verwirklicht werden kann. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt, so der Verweis auf eine alte Volksweise.

Für Michael Fitzke ist gerade das eine wesentliche Aufgabe: „Wir dürfen nicht nur die anfallenden Aufgaben bearbeiten, wir müssen auch Struktur schaffen.“ Leider sieht der Unternehmer dabei aber auch Probleme: „Es wäre schön, wenn sich die Bevölkerung politisch mehr engagieren würde.“ Soll heißen, wer Interesse hat mitzuarbeiten, der ist willkommen.

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